BB-Diagnosen vor der 1. Stunde

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Benita Cantieni
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Re: BB-Diagnosen vor der 1. Stunde

Beitrag von Benita Cantieni » Di 7. Mai 2019, 11:24

Sehr richtig, sehr wichtig. Gehen, wenn man muss. Musste ich auch lernen. Danke.

Umprogrammierung von Gewohnheiten: anspruchsvoll, ja, schon. Und auch wieder nicht. Eigentlich weitgehend Kopfsache. Sagen Sie sich: "Ich lerne schnell ich lerne schnell ich lerne schnell ich will das schnell lernen". Ihr Körper will eh das Gesunde, Leichte, Angemessene. Das ist seine Natur.

Gruss, BC

bosmel
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Re: BB-Diagnosen vor der 1. Stunde

Beitrag von bosmel » Di 7. Mai 2019, 11:08

Hallo Frau Cantieni

Vielen, vielen Dank für die rasche Antwort und die wertvollen Tipps. Nun muss ich nur noch lernen, was "aufspannen" genau bedeutet :). Ich freue mich schon auf meine erste Stunde.

Nur noch kurz zur Rektozele, weil das vielleicht für andere Mitleser auch interessant ist. Ich bemerke auf jeden Fall eine Erleichterung, wenn ich einen Schemel verwende, nur ist das leider nicht überall möglich (Arbeit, Restaurants, ...). Generell können viele Menschen nicht immer und überall, das aber mehr aus "Kopfgründen". Was folgt, ist, dass man sich dann den Toilettengang fürs Zuhause "aufspart", was auch wieder sehr kontraproduktiv ist. Man soll dann gehen, wenn man muss, sonst beginnt nämlich ein Teufelskreis der Anspannung. Am besten wäre es natürlich, wenn man sich morgens genügend Zeit nimmt und in der vertrauten Umgebung der eigenen vier Wände eine richtige Toilettenroutine entwickelt, aber in unserem stressigen Alltag heutzutage verlernen wir das Grundlegendste, weil wir die Signale des Körpers missachten.

Mein Cousin ist Urologe und er meinte, dass ich mir über die Jahre wohl ein falsches Toilettenverhalten antainiert habe und immer mehr Menschen damit Probleme hätten. Wir unterdrücken den Drang, weil es gerade "unpassend" ist. Das führte bei mir eben dazu, dass ich über eine Woche lang gar nicht mehr konnte, weshalb im BB wahrscheinlich auch alles unter Daueranspannung stand. Dennoch hat er mir Grund zur Hoffnung gegeben. Er meinte, ich solle das ja nicht operieren lassen, zumal ich weder vorne noch hinten einen Prolaps habe. Ich muss einfach alles "umtrainieren", was aber auch längere Zeit in Anspruch nehmen kann, weil ich mir ja auch jahrelang ein falsches Verhalten antrainiert habe. Daraufhin bin ich auf Ihre Seite gestossen und bin von den positiven Rückmeldungen, die Sie ständig erhalten, begeistert. Ich bin wirklich guter Dinge, dass das alles wieder wird.

Viele Grüsse
MB

Benita Cantieni
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Re: BB-Diagnosen vor der 1. Stunde

Beitrag von Benita Cantieni » Di 7. Mai 2019, 09:45

Hallo MB

Sie brauchen keine Diagnose und werden alles Notwendige lernen. Wir sehen und stärken aus Prinzip das Gesunde am und im Körper.

Wenn Sie Zeit und Lust haben, sich vorzubereiten, so ist die Lektüre des Buches TIGERFEELING – DAS PERFEKTE BECKENBODENTRAINING FÜR SIE UND IHN nützlich. Mit Ihrer Selbstbeoachtung und Selbstwahrnehmung entdecken Sie da bestimmt schon den einen oder anderen blinden Körperfleck.

Rektozele durch Verstopfung: Verhindern Sie das Pressen auf dem Klo! Schemel unter die Füsse. Kniekehlen über den Fersen. Das Becken nicht absenken, sondern so einrichten, dass es sich "hohlkreuzig" anfühlt (Hohlkreuz geht nicht in der Kloposition, also keine Angst). Wirbelsäule aufspannen Richtung Kronenpunkt. Die Arme zur Decke strecken hilft auch. Hier ist meine jüngste Entdeckung: Wenn Sie in dieser Aufspannung den Kopf sanft, langsam, behutsam nach links beugen, nach rechts, ein paarmal hin und her (beugen, nicht drehen), so entspannt sich der Enddarm und flutsch.

Ausprobieren. Es wirkt. Wenn Sie aufgespannt sind. Mit Rundrücken und Po in der Schüssel wirkt es nicht.

So. Und jetzt buchen. Denn die Methode entfaltet ihre Wunder nur, wenn Sie trainieren. Leider. Ich arbeite noch an der "Haltung zum Abrubbeln".

Gruss, BC

bosmel
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BB-Diagnosen vor der 1. Stunde

Beitrag von bosmel » Mo 6. Mai 2019, 19:51

Hallo, ich bin neu hier und stehe kurz vor der Buchung meiner Einführungslektion :)

Ich habe mir nun schon einige Beiträge aus dem Forum durchgelesen und habe bemerkt, dass viele Frauen schon genaue Diagnosen darüber erhalten haben, welche ihrer Beckenboden-Muskeln/-Bänder/-Nerven geschwächt/gerissen/nicht mehr intakt sind. Bei mir ist es nun so, dass ich noch gar keine Geburt hinter mir habe, sondern durch ständige Verstopfung eine Rektozele ausgebildet habe. Meine Gebärmutter hat sich meiner Meinung nach auch gesenkt. Da ich NFP mache, taste ich täglich meinen Muttermund ab und der ist definitiv immer weiter nach unten gerutscht. Das wurde alles noch nicht "offiziell" bestätigt, aber ich denke, man kennt seinen Körper am besten und durch ein bisschen Recherche im Internet und abtasten der betroffenen Stellen weiss man auch schnell, was los ist. Dennoch habe am 15. Mai einen Termin bei meiner Gyn und dann noch beim Gastroenterologen. Ehrlich gesagt möchte ich es dann aber auch dabei belassen, weil ich einfach die Nase voll von der ganzen Ärzteodyssee der letzten Monate habe. Oder ist es doch notwendig den Beckenboden in einem Beckenbodenzentrum genau analysieren zu lassen, bevor ich in die erste CANTIENICA-Stunde komme? Bietet das irgendeinen Mehrwert für mich? Ich weiss nämlich nicht, ob ich den Beckenboden nun zu sehr anspanne oder zu wenig, oder ob irgendetwas verletzt wurde. Ist das überhaupt wichtig zu wissen, oder erlerne ich in den C-Klassen ohnehin alles Notwendige?

Vielen Dank im Voraus für eine Antwort.

Herzliche Grüsse
MB

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