Schmerzen in den Beinen

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ktmesk
Beiträge: 3
Registriert: 7. Dezember 2020, 17:11

Re: Schmerzen in den Beinen

Beitrag von ktmesk »

Hallo zusammen. Vielen Dank für die ausführlichen Antworten.
Leider wird das mit meinen Beinen (besonders links) gerade immer schlimmer. Ich bin mit meiner Hausärztin in Kontakt und werde mir mal Termine bei ein paar Fachärzten holen. Um wenigstens mal eine Ursache zu finden.
Eine Privat-Audienz bei einem Cantienica-Instruktor werde ich auch mal recherchieren, aber Potsdam bzw. Berlin sind 2 Stunden von hier entfernt und Corona und Weihnachten bremst mich bei all diesen Vorhaben etwas aus 😉.

Das ich vielleicht schon wieder alles zu „perfekt“ machen will und mich dabe verspanne, könnte sein, dass liegt in meiner Natur.

Meine Pferde werden es mir sicher danken, wenn ich insgesamt wieder beweglicher und entspannter reite. Ich habe es gestern schon mal ausprobiert mit „Reiten nach Cantienica“ und nach 500 m Trab kam der stechende Schmerz in der linken Leiste, die ich dann versucht habe auszudrehen und dann wurde es besser...

Die Psyche würde ich allerdings nie ganz raus nehmen, denn ich habe am eigenen Leib erfahren, was für Symptome der Körper entwickelt, wenn die Seele arbeitet.
Trotzdem werde ich mich jetzt mal um meine Beine kümmern.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen eine ruhige Adventszeit.

Viele Grüße
Karolina
NiLo
Beiträge: 64
Registriert: 10. Oktober 2019, 14:52

Re: Schmerzen in den Beinen

Beitrag von NiLo »

Liebe Karolina

Ihre Schlussfolgerung passt gut zu Benita Cantienis Aussage: "Die Stile wild zu mischen erzeugt Kakophonie" :-)
Woran es liegt, dass Sie stärkere Schmerzen haben, kann ich Ihnen nicht sagen, das kann etliche Gründe haben. Aber ich kann Ihnen von meinen Erfahrungen berichten, vielleicht hilft das auch.

Die CANTIENICA-Übungen sind freundlich zum Körper, sanft und gleichzeitig herausfordernd. Vielleicht machen Sie irgendwas bei den Yoga-Übungen, das diese Freundlichkeit und Sanftheit wieder zunichte macht? Es gibt Trainer*innen, die unterrichten beides, Yoga und die CANTIENICA-Methode. Es lässt sich kombinieren, das heisst, die Prinzipien der CANTIENICA-Methode fliessen ins Yoga mit ein und machen es damit sicher für den Körper.

Sie schreiben, Sie geben sich sehr Mühe, die Übungen korrekt auszuführen. Nach meiner Erfahrung kann man sich schnell zu viel Mühe geben, und sich dabei wunderbar (Achtung Ironie!) verspannen. Das jedenfalls erzeugt bei mir einen Mehr-Schmerz. Achten Sie vorallem darauf, dass Sie die Knochen gut und "richtig" ausrichten, und üben Sie sanft, will heissen, nicht mit zuviel Kraft, sondern nur soviel, dass sich die Oberschenkelmuskeln und die Leiste nicht verspannen, sondern weich bleiben. Ich lege die Hand beim Üben immer wieder einmal auf die Leiste und den vorderen Oberschenkel, um die Anspannung zu prüfen. Die Anspannung kann ein gut gemeinter Schutzreflex des Körpers sein, je nach dem welche "Geschichte" Sie mit Ihren Beinen/Körper haben.
Im Prinzip werden vorwiegend die Knochen lang gedehnt und die Tiefenmuskulatur aufgespannt, die äussere Muskulatur fliesst zum Körper zurück und bleibt entspannt, so dass Leichtigkeit entsteht. Aber das wissen Sie sicher schon. Die Umsetzung ist gerade am Anfang nicht ganz einfach. Ich kann es auch nicht immer umsetzen, aber es wird besser. Also, dran bleiben ;-)

Mit Reittipps kann ich nicht dienen, aber ich stelle mir vor, dass beim Reiten die äussere Oberschenkelmuskulatur eine vorhrerrschende Rolle spielt. Vielleicht versuchen Sie, den Fokus eher auf die hinteren Beinstrukturen zu legen: Achillessehne vom Fuss bis zu den Sitzhöcker in die Länge bringen und daraus Kraft generieren, so dass sich die vordere Oberschenkelmuskulatur entspannen und die Leiste loslassen kann.

Das Ausdrehen der Oberschenkelmuskulatur nahe an der Leiste war und ist für mich zentral, um meine Leistenschmerzen im Griff zu haben. Sie kennen die Übung bestimmt aus dem Online-Kurs. Mein Tipp: Immer wieder machen. So oft wie möglich im Alltag, im Stehen, im Sitzen, im Bett mit aufgestellten Beinen. Aber auch damit nicht übertreiben, es kann Muskelkater geben :-) Der CANTIENICA-Muskelkater ist jedoch anders, er bleibt nur wenige Stunden, höchstens mal einen Tag lang.

So, hoffentlich sind Sie jetzt nicht erschlagen von meinem Geschreibsel. Was Ihnen hilft, müssen Sie (leider... oder glücklicherweise) selber herausfinden. Die Instruktor*innen der CANTINICA-Methode können Ihnen in Privat- und Gruppenlektionen wertvolle und hilfreiche Anleitungen bieten. Eine Leitlinie mit Garantie gibt es jedoch nicht, soviel habe ich inzwischen verstanden. Die Interaktion zwischen Ihnen und Ihrem Körper ist essentiell und diese kann Ihnen niemand abnehmen.

Alles Gute und liebe Grüsse
NiLo
Benita Cantieni
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Registriert: 22. Januar 2009, 08:07
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Re: Schmerzen in den Beinen

Beitrag von Benita Cantieni »

Hallo Karolina

Ich brauchte ein paar Tage Auszeit. Das Jahr hat mich geschafft. Du bist ja nun selber zum klugen Schluss gekommen: Wenn Yoga deine Beschwerden nicht positiv verändert, mal ganz auf die CANTIENICA®-Methode vertrauen. Ich hoffe, du erlebst schon Linderung.

Es gibt viele mögliche Ursachen für Schmerzen in den Beinen. Falls du "klassisch" reitest, mit Flachrücken und den äusseren Beckenbodenmuskeln: Wahrhaft auf den Sitzbeinhöckern ausrichten. Den Rücken aus der Hose ziehen. Kreuzbein in den Körper einholen (wird im 6-Wochen-Programm angeleitet, lässt sich in jedes Lebenslage einbauen). Wirbel aufrichten, Bandscheiben dehnen. Damit die Pracht hält, braucht es die Tiefenmuskulatur des Rückens (wird im 6-Wochen-Programm im ausführlichen Glossar erklärt). Wichtig ist, dass du den Levator ani immer aufgespannt hast, er schützt das Becken, die Kreuzbeingelenke und die Lendenwirbel, und irgendwo da muss bei dir ein Nerv reiben oder klemmen.

So aufgerichtet, kannst du Füsse und Beinachse cantienisch einsetzen, die Leisten ausdrehen, die Knie über den Fersen halten, aus der ganzen Beinkraft arbeiten, nicht nur mit den Gluteusmuskeln und den inneren Oberschenkeln. Und vielleicht eröffnet sich dir der Zauber, dass sich das Pferd ultraleicht von deinem Levator ani "steuern" lässt. Es überträgt sich Leichtigkeit direkt auf das Pferd.

Es gibt sogar Profi-Reiterinnen, die mit der CANTIENICA®-Methode nachhaltig auf dem Ross sind und es unterrichten. Ob die freiwillig hier vorbeikommen und antworten - wir werden sehen.

Der schnellste Weg, um blinde Flecken am eigenen Körper zu erobern, ist eine Privatlektion mit einem CANTIENICA®-Profi. Viele und immer mehr bieten das gekonnt und nachhaltig per Zoom an: cantienica.com/training.

Die Psyche bitte freisprechen. Ich kenne das aus tausenden Berichten: Schmerzen, bildgebende Untersuchungen, noch keine Ursache sichtbar. Dann kommen Psyche und Psychosomatik ins Spiel. Zwei Jahre später ist der Schaden sichtbar und chronisch ... und der Arzt sagt womöglich: "Wären Sie doch früher gekommen ... " Schmerzen am Körper sind zuerst Signale des Körpers: "Du machst etwas zu meinem Schaden. Mach es anders." Das machst du ja gerade.

Alles Gute, Benita
ktmesk
Beiträge: 3
Registriert: 7. Dezember 2020, 17:11

Re: Schmerzen in den Beinen

Beitrag von ktmesk »

Hallo, ich gleich nochmal. Ich habe jetzt selbst ein bisschen im Forum gestöbert und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich den Teil meines Yogas mal weglasse, von dem ich schon irgendwie gespürt habe, dass es die Schmerzen nicht besser, sondern verschlimmert...
Und außerdem werde ich nicht mehr jeden Morgen nach der Cantienica-Methode trainieren, sondern 2 Tage in der Woche pausieren und versuchen eher einiges in den Alltag einzubauen.

Jetzt hätte ich aber noch eine Frage. Gibt es hier noch Reiterinnen oder Reiter mit denen ich mich darüber austauschen könnte, ob und wie die Methode einen Effekt auf das Reiten hat.
Ich reite mindestens 3 x die Woche, eher mehr und zu bestimmten Zeiten einige Tage am Stück mit vielen Stunden im Sattel.

Ich freue mich schon auf eine Antwort bzw. einen Austausch.
Viele Grüße
Karolina
ktmesk
Beiträge: 3
Registriert: 7. Dezember 2020, 17:11

Schmerzen in den Beinen

Beitrag von ktmesk »

Hallo!
Ich bin ganz neu hier und Andrea Alf hat mir empfohlen hier mal meine Schwierigkeiten zu beschreiben.
Ich habe die Methode von meinem Osteopathen empfohlen bekommen und da wir so weit ab vom Schuss wohnen, habe ich vor knapp 2 Wochen mit dem 6 Wochen Onlinekurs angefangen. Da ich eh bei meiner Morgenroutine immer Yoga mache, habe ich das einfach dazu gemacht. In der ersten Woche die Übungen aus Woche 1 und manchmal die Stuhlübungen und diese Woche die aus der 2. Woche plus die aus der 1. oder die Stuhlübungen.
Mir wurde die Methode empfohlen, da ich eigentlich ständig Schmerzen in den Leisten habe, die in die Beine ausstrahlen bis zu den Füßen mit gelegentlichem starken Humpeln-Müssen und plötzlichen Schmerzattacken in verschiedenen Bereichen. Es gibt aber bisher keine Diagnose. Ein Teil davon ist sicher psychisch bedingt und es ist auch insgesamt etwas besser geworden im letzten Jahr.
Mit den Übungen ist es allerdings jetzt wieder viel schlimmer geworden, sodass ich sogar wieder Schlafprobleme habe, da ich keine Position finde, in der es nicht weh tut.
Mache ich die Übungen zu oft? Ich gebe mir sehr viel Mühe die Übungen korrekt auszuführen.
Oder ist das einfach Muskelkater?

Liebe Grüße
Karolina
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