Extreme Hypermobilität/kein Körpergefühl mehr

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Benita Cantieni
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Re: Extreme Hypermobilität/kein Körpergefühl mehr

Beitrag von Benita Cantieni » Sa 24. Aug 2019, 21:38

Geben Sie mir Ihre E-mailadresse?
Ich veröffentliche sie natürlich nicht, nur für mich. Damit ich den Ursina-Rapport schicken kann.

Benita Cantieni
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Re: Extreme Hypermobilität/kein Körpergefühl mehr

Beitrag von Benita Cantieni » Sa 24. Aug 2019, 21:24

https://www.t-bow.ch/

Das ist eine gute Idee. Ich habe auch beschrieben, wie Sie die Dehnung der gesamten Beinmuskulatur auf einem Treppenabsatz machen können. Erinnern Sie sich?

Den Steilhang habe ich zweimal gefilmt, anschauen und nachmachen.

Jede. Meiner. Übung. Ist. Zuerst. Eine. Totaldehnung. Ganzkörperdehnung. Jede. Und erst in die Dehnung wird die Kraft trainiert.

Wenn Sie wiederkommen, machen wir Übungen im Liegen und Sitzen. Gestern war in den zwei Stunden einfach keine Zeit mehr dafür. Sie bestimmen das Tempo des Vorwärtskommens. Üben Sie fleissig, dann geht es schnell weiter. Ich habe in nächster Zeit wenig Gelegenheit für Privatlektionen, September und Oktober sind dicht.

Ich schreibe Ursina, Kopie selbstverständlich an Sie. Es ist wichtig, dass Sie dranbleiben und weitermachen.

Herzlich, Benita

bonijenni
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Re: Extreme Hypermobilität/kein Körpergefühl mehr

Beitrag von bonijenni » Sa 24. Aug 2019, 17:03

Liebe Frau Cantieni
Vielen lieben Dank für Ihre Antwort!

Beides in den Fluss werfen. das wär soo schöön. Hoffentlich kann ich das einmal tun. Wenn man aus einer so miesen, langjährigen Fehlhaltung kommt und anschliessend so Dinge tut mit Überdehnen (Aufspannen natürlich nicht nach Cantienca-Methode), nicht diagonal und MIT den Knochen, könnte das doch durchaus sein, beides, Hypermobil an einem Ort,(vor allem das ganze Becken) verkürzt am andern Ort (vor allem die Schulter rechts mit Brustkorb)...?

Bei der Körperaufspannung habe ich im normalen Stehen, also die Fersen hinten nicht etwas tiefer, sofort das Gefühl von Instabilität.
Wie heisst dieses schwarze Ding, auf dem ich anfangs gestanden habe, das hinten runter geht? Ich denke, so eines sollte ich besorgen.
Ja ja uuunbedingt Ursina den Rapport zusenden. Ich habe Jan Koch ein Mail gesendet und angefragt für einen weiteren Termin bei Ihnen so bald als möglich, da Sie mich wirklich nehmen konnten. Gewisse Übungen darf ich einfach (noch) nicht oder gar nie? machen.
Ist die Übung, wo ich den Popo ganz weit hinten rausstrecke und die Beckenschaufeln/Hüftpfannen arbeite lasse, auch eine Aufspannung?

Herzlich
bonijenni

PS: Sie wissen wegen meines Termines nächste Woche in der Barmelweid. Bauchgefühl sagt "absagen". Ich danke Ihnen für Ihre stärkenden Worte. Ich will da nicht hin, wegen des Rahmens, in den man mich sicherlich pressen würde. Aber ich brauche so dringend ein positives Echo meines Körpers..

Benita Cantieni
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Re: Extreme Hypermobilität/kein Körpergefühl mehr

Beitrag von Benita Cantieni » Sa 24. Aug 2019, 14:47

Liebe Bonijenni

Vermutlich bis sehr wahrscheinlich sind Sie über Nacht in die alte Haltung zurückgekehrt, und der gescheite Körper sagt: Spann mich diagonal auf. Lass die Brustsonne strahlen! ––– Sie erinnern sich: Brustkorb mit jedem Atemzug von innen dehnen, vergrössern, die Thoraxmuskeln innen am Brustbein wie eine Sonne strahlen lassen. Das will Ihr Körper. Deshalb schickt er das Engegefühl, wenn Sie wieder eng werden. Ganz einfach. –––

Das wird Ihnen noch oft passieren, und wenn es Ihnen mit der Selbstheilung ernst ist, müssen Sie einfach sofort mit Ausrichtung und Aufspannung reagieren. Nur so kommen Sie in die Kraft und die Stabilität.

Gegen Schwindel: Mit der Zunge die Lippenbändchen massieren. Die 4 Augen dehnen. Aufspannen, aufspannen, aufspannen. Haben wir gemacht. Betonung auf AUF: Dehnen Sie das, was von oben hinten links nach vorne unten rechts zieht, in der Gegenrichtung auf: Vorne unten rechts einatmen, oben hinten links ausatmen.

Immer von unten nach oben arbeiten. Der menschliche Körper ist kein Wurzelgemüse. Er will aufrecht durchs Leben gehen.

Hambalahamba: Sie müssten sich entscheiden: Entweder verkürzt oder hypermobil. Beides geht nicht. Also werfen Sie doch einfach beide Konzepte in den nächsten Fluss. Spannen Sie in Ihrem geschmeidigen Körper die Knochen auf, und alles wird gut.

Wenn Sie ein Bild möchten: Ein Zelt ohne Masten und "Hagraffen" (für die deutschen Freund/innen: Heringe) ist haltlos. Die Knochen sind Ihre Masten und Stangen.

Sie haben die Filmchen. Anschauen und Übungen umsetzen.

Ja, es war ein Abenteuer mit Ihnen. Anschliessend hatte ich noch ein ausserordentliches Erlebnis mit einem 18 Monate alten Kind, das mit Spina bifida zur Welt kam. Es war sehr berührend mit Mutter und Kind. Ich war am Abend einmal mehr sehr verliebt in meine Berufung.

Und nein, nicht fragen. Sie kennen die Antwort: Der Körper will 24 Stunden am Tag gut gebraucht werden. Auf die Muskelkätzchen sind Sie stolz, gell.

Herzlich, BC

PS: Vielleicht brauchen Sie halt doch regelmässige Anleitung. Sagen, wenn ich Ursina den Rapport mailen soll. Denn ich kann Sie hier im Forum nicht regelmässig an der Hand nehmen.

bonijenni
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Re: Extreme Hypermobilität/kein Körpergefühl mehr

Beitrag von bonijenni » Sa 24. Aug 2019, 11:42

Liebe Frau Cantieni, für den warmen Empfang und das super Privattraining gestern bedanke ich mich nochmals ganz herzlich. Es war sehr bereichernd, mit Ihnen zu arbeiten und Ihnen zuzuhören. Ich muss/darf diese vielen nützlichen Tipps zuerst einmal verarbeiten.
Mein Körper reagiert jetzt speziell auf die Übungen von gestern. Nebst dem Muskelkater und den Spannungen, die natürlich und voraussehbar sind, habe ich heute viel Schwindel, Hambala Hambala im ganzen Körper, von oben hinten links, nach vorne rechts unten, dasselbe auch im Kopf. Verzerrungen, Verdrehungen in Becken und Wirbelsäule, und ziehen überall. Ich habe einen unsicheren Gang. Engegefühle im Brustkorb.
Sie haben gestern mit Überzeugung festgestellt, dass ich nicht verkürzt sei. Woher rühren diese Gefühle dann? Normale Reaktionen und neue Sensationen, die zuerst einmal reklamieren? Wieviel ich in meinem hypermobilen Fall üben soll, muss ich Sie glaub gar nicht fragen, gell, selbe rausfinden und spüren.

Herzlichen Dank für Ihre wertvolle Antwort.
Bonijenni

Benita Cantieni
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Re: Extreme Hypermobilität/kein Körpergefühl mehr

Beitrag von Benita Cantieni » Mi 7. Aug 2019, 11:54

Liebe Bonijenni

Ich habe einige Erfahrung mit hypermobilen Menschen. Viele der neuen, filigranen Übungen habe ich für Hypermobile kreiert und entdeckt, dass sie auch nicht Normalmobile nützlich sind. Halten Sie es zu den 20 Jahren den halben Monat noch aus? Denn wir müssen zusammen herausfinden, ob Sie Stabilität aus den Bändern, Faszien, Sehnen finden. Wenn wir das Gerüst haben, können wir die Muskeln darin "einholen", aufspannen und neu programmieren. Das kann ich hier im Forum nicht leisten, dafür müssen wir leibhaftig miteinander arbeiten.

Ihr Überblick ist nützlich. Bitte füllen Sie den Fragebogen, den Ihnen Jan Koch gemailt hat, trotzdem aus. Das hilft mir bei der Vorbereitung. Und bringen Sie ein Smartphone oder Pad mit vollem Akku mit, damit ich das, was wir herausfinden und umsetzen, für Sie filmen kann. Das hat sich bewährt und ist für Sie am Nachhaltigsten.

Ich bin zuversichtlich. Seien Sie es auch.

Gespannt und herzlich, BC

PS: Opferlamm bitte zuhause einsperren. Den Humor unbedingt mitbringen.

bonijenni
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Extreme Hypermobilität/kein Körpergefühl mehr

Beitrag von bonijenni » Mi 7. Aug 2019, 10:32

Liebe Frau Cantieni
Meine grosse Bewunderung für Ihr Lebenswerk!
Über Herrn Jan Koch habe ich einen Termin bei Ihnen am 23. August bekommen.
Vor ca. 20 Jahren begann es mit Rückenschmerzen und heute habe ich die grössten Probleme, die man überhaupt haben kann. Durch eine langanhaltende Fehlhaltung und fehlendes Körperbewusstsein habe ich mich regelrecht selber invalidisiert. Meine Beine und Hüften sind irgendwie verdreht, nicht miteinander vernetzt, keine Beinachse seit vielen Jahren, ich denke an eine Skoliose und was mir am meisten zu schaffen macht, ist eine extreme Instabilität im Körper. Ich schaukle und plampe manchmal richtig hin und her und habe von Fuss bis Scheitel keinen Halt im Körper, das ist wirklich so und macht mir Angst. Ich bin so matschig und zittrig in den Gelenken, dass ich gar kein Gefühl für das Aufspannen habe. Auch die Verbindung zwischen den Schultern, Brustkorb und Schlüsselbeinen ist nicht da. Ich bin ein Opferlamm, und bin mir das bewusst und möchte hier langsam aber sicher raus, auch mit psychischer Hilfe, die ich jetzt endlich annehmen will. Ich brauche für meinen Alltag sehr viel Kraft und bin sehr schnell erschöpft in Geist und Körper. Ich habe mich bei Übungen und Sport jahrelang überdehnt und bin von einer starken Angespanntheit/Verspanntheit in eine extreme Instabilität gefallen. Meine grosse Angst ist, dass ich Gewebestruktur verloren oder verletzt habe.
Durch jahrelanges schräges Stehen oder Sitzen, hat sich mein Becken immer mehr verschoben, dadurch rutschte die linke Beckenschaufel immer höher und die linke Hüfte immer tiefer in mich hinein. Auch die linke Schulter rutschte aus dem Gelenk nach hinten oben und die rechte immer tiefer in meinen Brustkorb. Ich wollte das dehnen und habe das noch verschärft, bis ich fast nicht mehr sitzen und stehen konnte. Ich hatte plötzlich nur noch eine Körperseite, nämlich links, rechts war verschollen und ich kann sie auch heute nur sehr begrenzt ansteuern. Eine fast 5-jährige, sehr schmerzhafte Fersensporngeschichte hat mir noch komplett den Boden unter den Füssen weggezogen. Ich verlernte, richtig auf den Füssen und Beinen zu stehen. Natürlich ist mir der psychische Aspekt bewusst. Seit April 2018 versuche ich meine missliche Lage, für die ich selber verantwortlich bin, zu korrigieren. Das linke Bein, das regelrecht nach hinten wegstand, mit verdrehtem Knie, habe ich wieder versucht in mein Becken zu integrieren. Rühren daher meine fehlenden Wahrnehmungsgefühle? Muskeln, Bänder und Sehnen sind seit vielen Jahren nicht mehr in der Beinachse verankert und können nicht angesteuert werden.

Am 7. Mai war ich bei Ursina de Vries in einer Lektion und konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mal die Beine im Liegen aufstellen. Jetzt gelingt mir das wieder, aber ansonsten bin ich sehr bewegungseingeschränkt, Schuhe, Socken und Hose nur im Liegen anziehen. Seit 1 ½ Jahren kann ich nicht mehr auf der Seite schlafen, ich breche in den Hüften ein und im Rücken und Schultern, so überbeweglich und schwach sind meine Gelenke.
Auf einer Matte liegen fällt mir sehr schwer wegen meiner Krümmungen. Mein Becken bzw. Kreuzbeingelenk hat links beim Steissbein einen Knochenbuck, der mich hindert, die Mitte zu finden.
Im Stehen üben geht gar nicht, da zu wenig Kraft und Wahrnehmung, weil ich schon schief in den Hüften stehe. Schwach ausgebildete Muskulatur. Auf den Fersen sitzen, da verliere ich komplett die Vernetzung zu den Sitzbeinhöckern und mir dreht es die Hüftgelenke von hinten nach aussen.
Wenn ich mich aufspannen will, das habe ich glaube ich etwas zu wörtlich genommen, verliere ich den Kontakt zu meinen Gelenken und in der rechten Leiste «löst» sich bis zum Grosszehengrundgelenk etwas (Sehne, Beinachse?) und ich breche in der Hüfte ein, die rechte Hüftschaufel fällt nach aussen und der rechte Fuss fällt im Sprunggelenk nach aussen. Beängstigend. Ich bin so beweglich, dass ich beim Hinsetzen mein Kreuzbein manuell richten kann, dass ich einigermassen auf den Sitzbeinhöckern sitze.
Gibt es auch andere Menschen mit ähnlichen Symptomen im Forum?
Wo im Körper soll ich beginnen, mir über die Cantienica Medthode selber Halt zu geben? Und wenn es Jahre dauert, ich würde es tun, oder ist es zu spät für mich?!

Über Feedback würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüsse
Bonijenni

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